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Projekt "Campus gegen Diskriminierung" gestartet
AK Campus will an der TU Dortmund auf Diskriminierung aufmerksam machen
29. Oktober 2014. Mit dem Zusammenschluss „Hooligans gegen Salafismus“ hat am vergangenen Wochenende eine Allianz aus gewalttätigen Hooligans, Neonazis und Neuen Rechten in Köln auf sich aufmerksam gemacht. Diese zeigten unverhohlen ihre Menschenverachtung und grölten Parolen wie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“, darunter auch Mitglieder des Dortmunder Kreisverbandes der Partei „Die Rechte“. „Wir verurteilen die jüngsten Ausschreitungen aufs schärfste. Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung sind jedoch keine Phänomene vermeintlich Ungebildeter, sondern treten auch – und besser getarnt – im akademischen Milieu auf“ sagt Kim Çoklu vom Arbeitskreis Campus gegen Diskriminierung. An der TU Dortmund ist darum gestern (28. Oktober) das Projekt "Campus gegen Diskriminierung" gestartet. Mit der gestrigen Auftaktaktion startete das Projekt, welches in Kooperation mit dem Forum gegen Rassismus und dem Nordpol-Verein durchgeführt und aus Mitteln des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Soziales gefördert wird, ins Wintersemester. Mit dem Projekt wollen wir als Studierende andere Studierende, aber auch Lehrende und Beschäftigte in Wissenschaft und Verwaltung, sensibilisieren, sich mit dem Thema Diskriminierung auseinanderzusetzen.
Menschen werden aus vielen Gründen diskriminiert: aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion, ihrer Herkunft und vielem mehr. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Thema Rassismus. In den Beuteln enthalten ist u.a. eine Broschüre mit Infos zum Projekt und anderen Gruppen am Campus und in der Stadt, außerdem allerlei Nützlichkeiten wie Sticker, Notizblöcke und ein paar Überraschungen. Kim Çoklu vom Arbeitskreis Campus zeigt sich zufrieden: “Die Verteilaktion war ein guter Auftakt, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. In weniger als zwei Stunden waren alle Beutel vergriffen.” Die Gruppe freut sich besonders über die vielen positiven Rückmeldungen, die Ansporn für weitere Aktionen sind.
Projekt "Campus gegen Diskriminierung" setzt Zeichen gegen Rassismus
23. Oktober 2014. Mit der Alternative für Deutschland hat es in diesem Jahr eine rechtspopulistische Partei ins Europaparlament und in mehrere Kommunal- und Landesparlamente geschafft, deren Bundesvorstand sich überwiegend aus akademisch ausgebildeten Mitgliedern zusammensetzt. In Dortmund vertritt ein Informatikstudent die Partei "Die Rechte" im Stadtrat, weitere Mitglieder des Landesvorstands arbeiten an NRW-Universitäten an ihrer Berufsausbildung.
Diese Beispiele zeigen: Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung sind keine Phänomene vermeintlich Ungebildeter, sondern treten auch - und besser getarnt - im akademischen Milieu auf. An der TU Dortmund haben Studierende den Arbeitskreis Campus gegründet, der sich mit dem Thema Diskriminierung an Hochschulen auseinandersetzt. Mit der Verteilung "alternativer Ersti-Beutel" mit Antidiskriminierungsbotschaft am kommenden Dienstag (28. Oktober) starten wir die Kampagne "Campus gegen Diskriminierung".
Vorurteile gegenüber Menschen, die irgendwelchen gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen, verschwinden nicht plötzlich an der Uni. Das wissen wir aus Lehrveranstaltungen, in denen wir entweder selbst oder andere Diskriminierung erfahren haben", sagt Kim Çoklu vom Arbeitskreis Campus. Mit dem Projekt wollen wir als Studierende andere Studierende, aber auch Lehrende und Beschäftigte in Wissenschaft und Verwaltung, sensibilisieren, sich mit dem Thema Diskriminierung auseinanderzusetzen. Menschen werden aus vielen Gründen diskriminiert: aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion, ihrer Herkunft und vielem mehr. Darum haben wir den Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Thema Rassismus gelegt. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Forum gegen Rassismus und dem Nordpol-Verein durchgeführt, gefördert werden wir aus Mitteln des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Soziales.
Den Auftakt der Aktion bilden die alternativen "Erstitüten", die am Dienstag (28. Oktober) zur Mittagszeit im Mensafoyer an der TU Dortmund verteilt werden. Darin: eine Broschüre mit Infos zum Projekt und anderen Gruppen am Campus und in der Stadt, außerdem allerlei Nützlichkeiten wie Sticker, Notizblöcke und ein paar Überraschungen. Eine Veranstaltungsreihe, die das Projekt im Wintersemester begleiten soll, ist in Planung. Wenn das Projekt gut ankommt, soll es im nächsten Jahr weitergehen.
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